Eigentlich stand der Lauf nicht unter einem guten Stern. Es fing mit meinen Minis an, beide hatte es mit Magen-Darm-Problemen erwischt und am Freitag zog auch Steffi nach. Am Samstag früh grummelte auch mir der Magen und ich überlegte ernsthaft, den Lauf abzusagen. Aber wahrscheinlich waren es bei doch nur die 4 Fleisch und 3 Bier vom vorabendlichen Hoffest und ich entschloss mich doch zu fahren – schließlich will ich ja meinen Pokal.
Also setzte ich mich ins Auto, leider wieder ohne Fanclub und machte mich auf den Weg nach Deetz. Ich holte meine Startnummer und den Transponder ab und musste schmunzeln. Es war wieder die Nummer 12, diesselbe Nummer wie beim Silvesterlauf.
Kurz nach 10 Uhr fiel dann der Startschuss und es ging auf die Strecke. Insgesamt war doch eine verhältnismäßig hüglige Strecke, die gut ausgeschildert war. Ab Kilometer 5 verglich ich meine Zwischenzeit mit meinem Ipod und bemerkte wieder eine Abweichung – wie beim Silvesterlauf, nur diesmal in die andere Richtung. Laut Ipod war ich schon fast bei 6km. Komisch. Aber die Zwischenzeit stimmte 25 Minuten – das macht eine Pace von 5 min/km. Wow, auch die anderen Kilometer ging es so weiter … 6 km – 30 min, 8 km – 40 min und auch bei km 9 lag ich knapp bei 45 Minuten. Ich war begeistert und sah eine Topzeit vor mir. Aber irgendwas stimmte nicht – denn ich brauchte laut Rechnung dann für den letzten Kilometer nicht ganz 10 Minuten – was ich nicht wirklich glauben kann.
Aber das soll meine Laune jetzt nicht trüben, denn mit der Zeit von 54:52 min reichte es für eine neue persönliche Bestzeit. Ich habe damit meine Zeit vom letzten Beetzseelauf um 14 Sekunden unterboten. Als Ziel für diesen Lauf hatte ich mir eigentlich 57 Minuten gesetzt und bin deshalb umso glücklicher über diese Top-Zeit.
Ab km 6 war ich auch nicht mehr allein unterwegs. Ein Läufer von Lok Potsdam pirschte sich an mich heran. Er lief hinter mir und ich fragte ihn, warum er nicht überhole. Er grinste und meinte, er läuft lieber in meinem Windschatten. Na toll, aber irgendwie motivert ein Verfolger auch und so hielt ich meine Zeit. Erst auf dem letzten Kilometer zog ich noch mal ein bisschen an und musste ihm leider seinen Windschatten nehmen