Es war eines der besten Foo Fighters Konzerte das ich je gesehen hab, aber ich will mal mit meinem Bericht von vorne beginnen.
Das ich Karten bekommen hab, hatte ich euch ja berichtet und so machte ich mich am Mittwoch (4.11.09) auch auf zum Postbahnhof. Normalerweise würde ich ja mit der Bahn anreisen – ist preiswerter, komfortabler und man kann sich auch ein Bierchen mehr gönnen. Aber da das Konzert erst um 22:30 Uhr losgehen sollte und der letzte Zug um 00:30 Uhr fährt, habe ich mich dann doch fürs Auto entschieden. Gegen 21:30 Uhr traf ich mich dann mit meinem Brüderchen am Ostbahnhof, bewaffnet mit einer Vollmacht und der Karte von Holger. Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt und so hofften wir, dass er rein darf. Aber die Türsteher zeigten sich alles andere als kooperativ und ließen keinen Deut mit sich verhandeln. Keine Chance – er musste wieder abziehen. So richtig nachvollziehen kann ich es nicht und so begann der Konzertabend mit einer großen Enttäuschung.
Glücklicherweise musste ich aber nicht allein den Abend verbringen. In der Schlange traf ich noch Katja mit 2 Freunden.
So nun aber zum Konzert:
22:45 Uhr – Gings los – Startsong: „The Pretender“ und die Meute tobt. Wir relativ weit vorne – geschätzte 5. Reihe, also wirklich fast hautnah. Das Publikum war auch erfreulicherweise im Durchschnitt eher mein Alter, so musste man sich nicht mit nervigen Kiddies rumplagen. Gespielt wurde alles was man sich von den Jungs erwartet.
Dabei waren Klassiker wie “Monkey Wrench“, “Generator“, “Stacked Actors“, “Marigold“, “Times Like These“, “My Hero“, “Learn To Fly” und “All My Life”. Auch alte Sachen wie “Big Me” standen auf dem Programm. Auch die beiden neuen Songs “Wheels” und “Word Forward“ wurden vorgestellt. Natürlich dürften Geige, Triangel und Akkordeon auf der Bühne nicht fehlen, denn auch “Skin and Bones” aus dem Akustik-Album wurde zum Besten gegeben.
Wie schon bei anderen Konzerten wurde die Triangel zelebriert - samt Solo wurde daraus irgendwann
The rockband with the fucking best triangle player in the world
Was mir besonders gut gefallen hat, war die fast schon familiäre Atmosphäre. Dave Grohl genoss es sichtlich mit dem Publikum zu interagieren. Er machte Witzchen, erzählte Storys, veralberte seine Bandkollegen (bevorzugt Taylor) oder rülpste einfach nur ins Mikrofon. Die Show wirkte spontan und frisch, keineswegs wie Routinearbeit.
Genauso die Setlist.
Dave: Hey let´s play … eemm … Staked Actors
Und zack wurden die Gitarren getauscht.
Diverse Drum-, Bass-, Gitarr- und Geigensoli gaben dem Frontmann die Möglichkeit durchzuschnaufen. Was er auch nötig hatte, denn insgesamt spielten die Jungs 2 Stunden am Stück.
Für den letzten Song wurde noch einmal die Bassgitarre gewechselt und mir war sofort klar – Everlong. Der Song war ein würdiger Abschluss für das tolle Konzert und brachte noch mal alle zum Toben
Eine Zugabe gab es am Ende nicht, aber die war nach dem Programm auch wirklich nicht mehr notwendig.
Das es ein neues Album geben wird, deutet Dave an. Auch das es noch ein bisschen dauern wird. Wann und wie genau, das müssen wir wohl geduldig abwarten.
Fazit: Hammergeiles Konzert, leider mit einem kleinen Wehrmutstropfen aufgrund der verschenkten Karte. Hier blutet einem Fan echt das Herz. Danke auch an Steffi, die mir 2 Abende hintereinander den Rücken (kinder-)frei gehalten hat. Besonders süß wurde ich von meinen beiden Windelrockern dann auch empfangen.
Foos .. ich müsst noch ein bisschen durchhalten, damit meine beiden Söhne euch auch noch live erleben können
Hier gibts alle Bilder vom Abend:
