Ja – endlich wieder ein Beitrag aus der Kategorie Klugscheißer:
Diesmal zum Thema Genitiv S und Apostroph
Diesen Fehler sieht und liest man ziemlich häufig und deshalb will ich mal für Aufklärung sorgen.
Ich beginne erst einmal mit der Theorie aus dem Duden (Regel 17):
Der Apostroph steht zur Kennzeichnung des Genitivs (Wesfalls) von artikellos gebrauchten Namen, die auf s, ss, ß, tz, z, x enden.
Hans Sachs’ Gedichte, Aristoteles’ Schriften, Le Mans’ Umgebung, Grass’ Blechtrommel, Voß’ Übersetzung, Ringelnatz’ Gedichte, Marx’ Philosophie, das Leben Johannes’ des Täufers
Kein Apostroph steht in der Regel vor dem Genitiv-s von Namen, auch nicht, wenn sie abgekürzt werden.
Brechts Dramen (B.s Dramen), Bismarcks Politik, Hamburgs Hafen, Heidis Briefe
Gelegentlich wird in solchen Fällen ein Apostroph gesetzt, um die Grundform eines Namens zu verdeutlichen. Andrea’s Blumenecke
Also demnach wird das Genitiv-S nur in zwei Ausnahmefällen gesetzt:
- Der Name endet auf s, ss, ß, tz, z oder x
- Zur Verdeutlichung des Namens (das im Duden benutzte Beispiel bezieht sich auf den Gebrauch von Namen und Einkaufsläden)
Woher kommt die falsche Schreibweise? Eine Möglichkeit ist die englische Sprache. Im Englischen benutzt man das S mit Apostroph im besitzanzeigenden Fall (Possessive S). Kleines Beispiel:
Englisch: The blog of Steph – Steph´s blog
Deutsch: Der Blog von Steph – Stephs Blog
Da kannst du ja aufklären wie du willst, ich finde es mit dem Apostroph einfach besser.
Werde dann in Zukunft immer in Englisch schreiben
Und besonders toll ist der Begriff “Mighty Red’s”, der ja nunmal völlig falsch ist, da hier die einfache Pluralform des Englischen Begriffs gemeint ist…
Jaja … Mighty Red´s FHB. Ich kann dir sagen, wieso wir uns falsch schreiben: Weil der Typ vom Druckstudio damals das falsch gemacht hat, würde das bei uns übernommen. Toll find ich es auch nicht, aber bei manchen Sache schaut man einfach drüber