Sonntag war es soweit … mein Debüt bei einer Berliner Laufveranstaltung. Pünktlich zum 30-jährigen Jubiläm der Berliner BIG 25 gab ich mir dort auch die Ehre.
Der Rizzo war so nett und hatte unsere Startunterlagen bereits am Freitag abgeholt und so konnten Andi und ich bequem und ohne Zeitdruck anreisen. Bereits die S-Bahn zum Olympiastadion war voll mit Läufern. Auf zum Olympischen Platz, kurzer Stopp am Klohaus des Grauens und ab aufs Stadion-Areal. So langsam wurde es ernst, also rein in die Laufmontur und Startnummern angelegt.
Eine kleine Aufwärmrunde in vom Kleiderbeutelstand bis zum Start und dann gings auch schon ab in den Block B2 zum Start. Nach der Vorstellung der Top-Läufer startete der Countdown und dann – PENG – der Startschuss.
Aufgeregt startete ich und versuchte mich ein bisschen nach vorne zu lösen, um so der Masse ein bisschen zu entkommen. Die ersten km lief es super, ich hielt meinen 5km-Schnitt und ich genoss den Lauf – das Trappeln von knapp 20.000 Laufschuhen auf dem Asphalt, die Zuschauer am Rand einfach alles.
Doch ab km 4 merkte ich, dass es heute mit der Bestzeit schwer wird. Ich lag schon 25 Sekunden auf den Schnitt zurück und mehr war einfach nicht drin.
Und warum zum Teufel hat jemand eine Steigung am Funkturm hingebaut? Frechheit … jedenfalls diese Steigung (geübte Rennsteigläufer lachen bestimmt laut) hat mir die nochmal einen Schnitt durch die Stephsche Zeitrechnung gemacht. Naja egal … die Atmosphäre hat alles wieder wettgemacht. Als dann aber das Stadion in Sicht kam, war Gänsehaut angesagt. Es ging links vor dem Stadion auf dem Olympischen Platz vorbei und von hinten ins Stadion hinein. Einfach nur traumhaft als ich den Marathontunnel erreichte und ungeduldig nach der blauen Tartanbahn Ausschau hielt. Und da war sie! Schwung aus dem Tunnel nutze ich für einen kleinen Endspurt im Stadion … toll.
Außer Puste und übergkücklich lief ich ins Ziel – 52:47 min – und nahm meine Zielmedaille in Empfang.
Auf dem Weg zum Wasserstand traf ich dann noch Raik, der den Lauf mit einer grandiosen Zeit von 45:01 min beendet hat. Wirklich beeindruckend.
Noch beeindruckender war, dass an diesem Tag beide 25km-Weltrekorde gebrochen wurden.
Samuel Kosgei bei den Männern mit 1:11:58
Mary Keitany bei den Frauen mit 1:19:53
