Alle schimpfen dauernd über Verspätungen der Bahn. Aber manchmal haben eben diese Verspätungen auch etwas gutes – und zwar wenn man dadurch einen Zug erreicht, den man eigentlich schon lange abgeschrieben hat. So wie es mir gerade passiert ist. Bin auf dem Weg nach Berlin und merke, dass ich etwas wichtiges zuhause vergessen hab. Das bringt natürlich den ganzen Zeitplan durcheinander und verschiebt mich auf den Zug 15:21. Das wäre zudem auch noch der ‘Bummelzug’, der auf allen Unterwegsbahnhöfen hält, was zusätzlich noch eine längere Fahrtzeit und damit eine dezent kritische Umsteigezeit mit sich bringt. Aber Verspätung sei Dank, der vorherige Zug hat 9 Minuten Verspätung, erreiche ich diesen noch bequem. Warum also schimpfen (ist doch sowieso ungesund) und nicht einmal freuen, wenn der Zug zu spät kommt.
